Bahnreisen, Cisleithanien, Stadt Triest

Triest

Der Hafen der k & k – Monarchie

Triest war von 1382 bis 1918 habsburgisch-österreichisch. Triests Aufstieg in der Donaumonarchie begann 1719 mit der Erhebung der Stadt zum Freihafen durch Karl VI. Seine Nachfolger Maria Theresia und Joseph II. unterstützten den wirtschaftlichen Aufschwung durch das Anlegen städtebaulich wichtiger Viertel wie der Theresienvorstadt (Borgo Teresiano). Als einziger großer Seehafen Österreichs nahm Triest eine wichtige strategische Stellung in der Habsburgermonarchie ein. Seit 1857 verbindet die Österreichische Südbahn Triest über den Semmering mit Wien. Die erste Gebirgsbahn Europas wurde nach den Plänen und unter der Leitung des Venezianers Carl Ritter von Ghega erbaut. Triest war um 1900 reichsunmittelbare Stadt und hatte ca. 150.000 Einwohner (heute: 205.000).   Die Italiener bildeten  die Mehrheit der Bevölkerung (62 %), gefolgt von Slowenen (14 %) und Deutschösterreichern (10 %).
Triest: Geschichte, Sehenswürdigkeiten … – wikipedia
k & k Triest um 1900 – donaumonarchie.com

Alt-Österreichs Tor zu Welt

Österreichischer LLoyd
Anfang des 19. Jahrhunderts lösste Triest Venedig in seiner führenden Rolle im Handel mit dem Nahen Osten ab und entwickelte sich zum größten Handelszentrum der Adria. Den Hafen von Triest liefen über 5.000 Schiffe an, die ca. 500.000 Tonnen Güter umschlugen. 100 Jahre später waren es mehr als doppelt so viele Schiffe und mehr als zehnmal so viel Güterumschlag. Haupthandelsgüter waren Kaffee, Zucker und Südfrüchte sowie Weine, Öle, Baumwolle, Eisen, Holz und Maschinen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der österreichische Lloyd.
Im Alten Hafen  läuft  bis 9. Oktober 2016 eine interessante Ausstellung zu seiner Geschichte – ab Hauptbahnhof zu Fuß ca. 1 km entlang der Bahn oder mit dem Bus Nummer 6 Richtung Miramare.
der österreichische Lloyd – 46 Fotos auf Facebook

Borgo Teresiano – Theresienvorstadt

Triest - Canale Grande

Dier Theresienvorstadt ist die „Neustadt“ zwischen Piazza d’Unità d’Italia (früher Piazza Grande) und dem Hauptbahnhof. Erbaut wurde sie von Kaiserin Maria Theresia gegen Mitte des 18. Jahrhunderts auf trockengelegten Salinen im Zuge der damaligen Stadterweiterung. Zentrum des Borgo Teresiano sind der Canal Grande mit der klassizistischen Kirche Sant’Antonio Nuovo und die Via San Nicolo mit der vom Ufer gut sichtbaren Kirche San Nicolò dei Greci. Südlich des Kanals liegt die Piazza del Ponte Rosso mit dem spätbarocken Giovanni-Brunnen und die serbisch-orthodoxe Kirche San Spiridione.
Triest: Geschichte, Sehenswürdigkeiten … – wikipedia
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Piazza dell’Unità d’Italia

Rathaus Triest
Das Herz der Stadt bildet die Piazza dell’Unità d’Italia. Der ans Meer grenzende rechteckige Hauptplatz wird auf drei Seiten von neoklassizistischen Prachtbauten umsäumt. Die wichtigsten sind: der Palazzo del Governo, das Rathaus an der Stirnseite und der Palazzo del Lloyd Triestino (erbaut von Heinrich von Ferstel 1883). In der Mitte des Platzes steht ein barocker Brunnen und daneben eine Säule Kaiser Karls VI. – er hatte mit der Schaffung des Freihafens die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt im 18. Jahrhundert gefördert. Das Zentrum der Stadt – rund um die heutige Piazza dell’Unità d’Italia – wurde um 1900 völlig neu gestaltet.
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Altstadt mit Kathedrale San Giusto

Kathedrale San Giusto

Die Altstadt besteht heute nur aus wenigen Gassen. Neben den Ruinen des Teatro Romano befinden sich die barocke Jesuitenkirche Santa Maria Maggiore und die kleine, romanische Kapelle San Silvestro. Hinter den Kirchen befindet sich der Arco di Riccardo (Richardsbogen), das älteste Monument Triests – der letzte noch erhaltene Bestandteil der römischen Stadtmauer. Oberhalb der Stadt befindet sich das Wahrzeichen der Stadt: die Kathedrale von San Giusto. An der Stelle des heutigen Doms wurde bereits im 5. Jahrhundert eine frühchristliche Basilika errichtet, die zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert durch zwei Parallelkirchen ersetzt wurde.  Im 14. Jahrhundert wurden beide Kirchen zur heutigen Kathedrale von San Giusto vereint. Das Bodenmosaik der Basilika aus dem 5. Jahrhundert ist teilweise heute noch in der Kirche zu bewundern. Der Kirchenhügel wird von einer mächtigen Burg überragt, dem zweiten Wahrzeichen der Stadt. Das Kastell von San Giusto wurde in der heutigen Form 1470 unter dem Habsburgerkaiser Friedrich III. begonnen, aber erst 1630 beendet.
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Schloss Miramare

Park Schloss Miramare
Schloss Miramare liegt auf einer Felsenklippe etwa fünf Kilometer nordwestlich der italienischen Hafenstadt Triest – zu erreichen am besten mit dem Bus 6 ab Hauptbahnhof oder Piazza Oberdan. Das Schloss wurde zwischen 1856 und 1860 für Erzherzog Ferdinand Maximilian von Österreich, dem Bruder Kaiser Franz Josephs I., und seine Gattin Charlotte von Belgien erbaut. 1863 wurde Maximilian in Schloss Miramare auf Betreiben des französischen Kaisers Napoléon III. von einer mexikanischen Delegation zum Kaiser von Mexiko ernannt. Nachdem Napoléon III. seine Truppen aus Mexiko abgezogen hatte und Maximilian im Kampf gegen die revolutionären Kräfte des Landes alleine gelassen worden war, reiste Charlotte nach Europa, um bei Papst Pius IX. Unterstützung zu finden. Dabei zeigte die Kaiserin erste Anzeichen geistiger Verwirrung und wurde daraufhin im Gartenhaus von Miramare eingesperrt. Nach Maximilians Hinrichtung 1867 verschlechterte sich Charlottes Zustand. Auf Betreiben ihres Bruders Philipp von Belgien musste sie Miramare verlassen und wurde in Château de Bouchout im belgischen Meise untergebracht. Charlotte kehrte nie wieder nach Miramare zurück.
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Kaffeehäuser und Restaurants

Triest: Caffe degli Specchi
Triest ist für seine Kaffeeröstereien und  Kaffeehäuser bekannt. Viele Hotels bieten Gutschein-Hefte für Gratis-Kaffeeproben in den renommiertesten Kaffeehäusern der Stadt an.
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die besten Cafes Tripadvisor
die besten Restaurants – Tripadvisor
Cafe Tommaseo – das älteste Kaffeehaus
Cafe degli Specci – das bekannteste Kaffehaus
Trattoria Caprese – günstige Mittagsmenüs im Palazzo Tergesteo

Tipps

Friaul-Julisch-Venezien-Card – Gratiseintritt in Museen und andere Vorteile
Hotel Italia – zentral gelegenes 3-Sterne Hotel, 5 Minuten vom Bahnhof
Sehenswürdigkeiten – Tripadvisor
Öffi-Tickets gibt es nur in Traffiken

Anreise

unsere Reise mit der Bahn über Laibach nach Triest – Angelos Reisen

Anreise mit dem Auto