Alle Artikel in: Königreich Galizien und Lodomerien

ehemalige Sparkasse in Czernowitz

Galizien und Bukowina

Kulturreise nach Polen und in die Ukraine Reiseverlauf Tag 1: über Mähren und Schlesien nach Galizien Tag 2: Krakau – die polnische Königsstadt Tag 3: durch Südpolen nach Przemysl Tag 4: Przemysl und Grodek – die Schrecken des 1. Weltkriegs Tag 5: Lemberg – die Hauptstadt Galiziens Tag 6: Brody – Heimat von Joseph Roth Tag 7: Czernowitz – die Hauptstadt der Bukowina Tag 8: von Czernowitz durch die Karpaten nach Kaschau Tag 9: von Kaschau durch die Zips nach Wien grobe Übersicht auf google-maps Galizien Galizien  ist eine Landschaft in der Westukraine (Ostgalizien) und in Südpolen (Westgalizien). Geschichte bis 1867 (Ausgleich Österreich – Ungarn) 1772 fiel bei der ersten Teilung Polens das Königreich Galizien und Lodomerien als Kronland an die Habsburgermonarchie. 1846 wurde die Bukowina ein eigenes Kronland. In diesem Jahr kam die Republik Krakau an Österreich. 1849 wurde das Großherzogtum Krakau Bestandteil des Kronlandes Galiziens. Geschichte bis 1914 Infolge des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs 1867 wurde auch Galizien eine größere Autonomie in der cisleithanischen Reichshälfte eingeräumt. Die gesamte Bevölkerung besaß die einheitliche österreichische Staatsbürgerschaft mit gleichen …

Gedenktafel Joseph Roth

Brody – Heimat von Joseph Roth

von Lemberg über Brody und Tarnopol nach Czernowitz Route auf google-maps Brody und Joseph Roth wer könnte die beiden Namen voneinander trennen?! Unzertrennlich sind sie miteinander verbunden und es mag bezweifelt werden, ob es das Interesse an Brody heutzutage tatsächlich in jenem Ausmaße geben würde, wenn einer der größten österreichischen Schriftsteller hier nicht geboren und aufgewachsen wäre. Seit seiner Reisebeschreibung von Brody (1921) „Die kleine Stadt liegt mitten im Flachland, von keinem Berg, von keinem Fluss, von keinem Wald begrenzt. Sie läuft in der Ebene aus. Sie fängt mit kleinen Hütten an und hört mit kleinen Hütten auf“  hat sich nichts Grundlegendes an der kleinen Stadt verändert. Immer noch dominant ist das vormalige k.k. Kronprinz Rudolf-Gymnasium, das heute den sehr prosaischen Namen „Oberschule Nr. 2“ trägt. Hier erinnert eine Gedenktafel an den Dichter des „Radetzkymarch“. Brody: Bahnhof, Stadt, Schule von Joseph Roth, jüdischer Friedhof – 20 Fotos auf google+ Joseph Roth – wikipedia Brody– wikipedia Bücher von Joseph Roth Tarnopol An der ehemals östlichsten Ecke der Monarchie, stoßen Abendland und eurasischer Kulturraum aufeinander, hier schwindet …

Lemberger Oper

Lemberg

Die Hauptstadt Galiziens ist heute die offizielle Hauptstadt der Westukraine. Manche Westukrainer, die sich gegenüber der weitgehend russischsprachigen Bevölkerung in der Ostukraine als die eigentlichen Ukrainer sehen, bezeichnen sie sogar als die „heimliche Hauptstadt der Ukraine“. Sollte der alte Kaiser Franz Joseph wieder auferstehen, so sollte er hier logieren: Ein Unterschied zu 1914 besteht, soweit es die Architektur anbelangt, kaum. Rundgang durch die Stadt St.-Georgs-Kathedrale, Altstadt mit der Armenischen Kathedrale, Oper, Hauptbahnhof etc. –  70 Fotos auf google Geschichte Lemberg war nach Wien, Budapest und Prag die viertgrößte Stadt der Habsburgmonarchie. Als Hauptstadt und Verwaltungszentrum von Galizien und Lodomerien erlebte Lemberg seine Blütezeit Ende des 19. Jahrhunderts. Anfangs wollte Kaiser Joseph II., wie in seinem gesamten Herrschaftsbereich, die deutsche Sprache als Verwaltungssprache durchsetzen. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts fungierten vor allem Polen als Beamte der k.k. Regierung in Wien. Das in Wien herausgegebene Reichsgesetzblatt wurde seit 1867 auch in polnischer und seit 1870 auch in ruthenischer Sprache angeboten. Die Galizier besaßen nun die einheitliche österreichische Staatsbürgerschaft und waren mit polnischen und nach der Erweiterung des …

Befestigungsanlage Przemysl

Przemysl und Grodek

Die Schrecken des 1. Weltkriegs Przemysl In der einstigen galizischen Handelsmetropole wurde zwischen Oktober 1914 und dem Frühjahr 1915 eine der größten Abwehrschlachten des Ersten Weltkrieges geschlagen. Die Festung Przemyśl ist eine einzigartige Sehenswürdigkeit der militärischen Wehrarchitektur. Um die Wende des 19. und 20. Jahrhunderts war sie eine der größten und modernsten Festungen in Europa. Die Österreicher wussten die strategische Lage von Przemyśl zu schätzen und beschlossen, eine mächtige Festung zu bauen. Die ersten Befestigungsarbeiten erfolgten 1854. Von 1878 wurde praktisch bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs am Bau und der Modernisierung der Forts und Feldbefestigungen gearbeitet. Auf den Hügeln rings um Przemyśl legten die Österreicher so eine der größten Festungsanlagen Europas an. Sie hatte die Aufgabe, die aus dem Osten anrückende russische Armee aufzuhalten. Die mit zwei Festungsringen umgebene Stadt erlebte eine zweite Blütezeit. Przemyśl erhielt eine Bahnverbindung mit Krakau, Lemberg und Budapest. Es entstanden neue Repräsentationsbauten, Kasernen und Krankenhäuser, Hotels, imposante Stadthäuser und Villen, Industriebetriebe und Flugplätze. Die Einwohnerzahl der Stadt stieg gewaltig an. Der Kampf um Przemysl Kurz nach Ausbruch des Ersten …

Schloss Lancut

durch Südpolen nach Przemysl

von Krakau über Tarnow und Lancut nach Przemysl Route auf google-maps Tarnow zählt zu den schönsten Städten Polens, seine günstige Lage an der nach Ungarn und in die Ukraine führende Handelsroute begünstigte eine lange Blütezeit. Zum Ende des 19. Jahrhunderts war Tarnow eine bedeutende Handelsstadt im damaligen österreichischen Kronland Galizien. Der größte Industriebetrieb war eine Landmaschinenfabrik. Mit einer theologischen Lehranstalt, einem bischöflichen Seminar, einer Lehrerbildungsanstalt und einem Obergymnasium war die Stadt außerdem ein wichtiger Bildungsstandort. Im I. Weltkrieg kam es in der Stadt zu schweren Kämpfen zwischen österreichischen und russischen Soldaten, viele Friedhöfe in der Umgebung erinnern daran. Tarnow – wikipedia Arkadenhäuser am Marktplatz, Renaissance-Rathaus, Reste Synagoge, spätgotische Kathedrale – 12 Fotos auf google+ Lancut Entlang weiter Wiesen, Wälder und Alleen führt unsere Fahrt weiter ostwärts nach Lancut, wo wir das Schloss besichtigen. Das im Frühbarock begonnene, dann mehrfach veränderte Prachtgebäude der Familie Potocki, zählt zu den schönsten Schlössern der Region. Die nahezu durchgehende Innenverkleidung mit edlen Hölzern nimmt dem Schloss jede imperiale Kälte und lässt es eher als einen großbürgerlichen Landsitz, denn als Übernachtungsort …

Hohe Tatra und Krakau

kleinstes Hochgebirge der Welt und UNESCO-Weltkulturerbe Weltweitwandern-Wanderreise in die Hohe Tatra (in Polen und der Slowakei) mit viel UNESCO-Weltkulturerbe (Evangelische Artikularkirche von Kežmarok/Käsmark in der Slowakei, der Altstadt von Krakau und dem  Salzbergwerk Wieliczka bei Krakau). Reiseverlauf 1. Tag: Anreise nach Krakau und Bustransfer nach Zakopane Im Bus erster Blick auf die Hohe Tatra. Nach dem Abendspaziergang durch die Fußgängerzone von Zakopane ein exzellentes Abendessen im Restaurant Obrochtowka. 2. Tag: Nationalpark Pieninen Floßfahrt auf dem Dunajec („kleine Donau“) durch eine Karpatenschlucht und Rückweg auf einem Höhenweg über den aussichtsreichen Felsen „Sokolica“ (747m) quer durch den  Nationalpark Pieninen. Nationalpark Pieninen >>Angelos Touren<< 3. Tag: Giewont – der Hausberg Zakopanes Von der Talstation der Seilbahn Kasprowy Wierch über eine bewirtschaftete Hütte auf den Giewont (1.895 m). Abstieg auf einem anderen Weg nach Zakopane zum Nationalparkeingang Hohe Tatra. Giewont >>Angelos Touren“ 4. Tag: über das „Meerauge“ zum „Tal der fünf Seen“ Mit einer Kutsche zum kristallklaren Bergsee „Meerauge“. Nach einer einstündigen Umrundung Aufstieg über einen kleinen Pass zur höchstgelegenen polnischen Berghütte (1.670m) im „Tal der Fünf Seen“. Abstieg …

Wawel mit Weichsel

Polen: Krakau

Krakau – die polnische Königsstadt Krakau war bis Ende des 16. Jahrhunderts polnische Königstadt. 1364 wurde hier die nach Prag älteste Universität Mitteleuropas gegründet. Im Zuge der Dritten Teilung Polens wurde die Stadt 1795 im Kaisertum Österreich dem Kronland Galizien zugeordnet. Im cisleithanischen Teil der nunmehr als k. u. k. Monarchie bezeichneten Realunion, der liberal regiert wurde und allen Nationalitäten Gleichberechtigung einräumte, entwickelte sich Krakau erneut zum Zentrum polnischer Kunst und Kultur. Krakau wurde das Zentrum der neoromantischen Bewegung „Junges Polen“, des Jugendstils sowie des „polnischen Modernismus“. So wurde Krakau neben Warschau eines der bedeutendsten Zentren der polnischen Unabhängigkeitsbewegung. Mit Wien als damaliger Hauptstadt war Krakau seit 1856 durch die k.u.k Nordbahn verbunden, die wichtigste Bahnstrecke der Monarchie. Die Stadt wird nicht ohne Grund „polnisches Rom“ genannt – prächtige historische Bauten, Kunstdenkmäler und Kostbarkeiten in den Museen versetzen den verwöhntesten Kunstliebhaber in Entzücken. Krakau an einem Tag – Altstadt, Wawel und Kazimierz Wir beginnen die Stadtbesichtigung am Marktplatz, einer der größten Europas. Er ist von prächtigen Renaissance- und Barockhäusern gesäumt, aber auch von der symbolträchtigen …